BÜRGERPARK + BOTANISCHER GARTEN + INSELWALLPARK – 25. April 2026

Auch dem Nachwuchs bei den Nilgänsen haben wir sehr entgegen gefiebert. Es wird ein faszinierender Tag mit einer langen Wanderung durch Braunschweig: durch den Bürgerpark – durch den Botanischen Garten – durch den Inselwallpark.

Zuerst noch argwöhnisch und sichtlich aufgeregt sind Papa und Mama Nilgans, aber wir sind ruhig und mit Bedacht und mit Respekt unterwegs, was die Elterngänse offenbar auch so beruhigt, dass ein kurzes Nickerchen drin ist.

Die Nilgans (Alopochen aegyptiaca) ist der einzige rezente Vertreter ihrer Gattung und wird meist den Halbgänsen zugerechnet. Sie ist afrikanischen Ursprungs und lebt an nahrungsreichen Binnenseen und Flüssen. Sie gilt als der häufigste afrotropische Entenvogel.

In den letzten Jahrzehnten breitete sich die Nilgans ausgehend von Gefangenschaftsflüchtlingen, hauptsächlich von den Niederlanden kommend, entlang des Rheins in Mitteleuropa aus, wobei sie auch in städtischen Parks, an Badeseen und anderen von Menschen häufig frequentierten Orten vorkommt. […]

Die Nilgans gehört damit zu den sehr erfolgreichen Neozoen. Sie wird wohl in absehbarer Zeit über die Donau ihr einstiges Areal auf dem Balkan wiederbesiedeln. Von Landwirten angelegte Mieten sind willkommene Nahrungsquellen und eine der Hauptursachen der erfolgreichen Ansiedlung in den letzten Jahren, da diese Lagerbestände auch in Notzeiten Nahrung bieten.

Zur Hauptnahrung der Nilgans gehören Gräser, daneben werden Getreidefelder regelmäßig aufgesucht. In Parks lebende Vögel fressen wie Stockenten auch Brot. Selbst strenge Winter wie 1995/96 und 1996/97 konnten den Nilgansbestand nicht negativ beeinflussen. Aufgrund der hohen Vermehrungsrate ist zu erwarten, dass sich die Art noch weiter ausbreiten und flächendeckend in den Tieflagen Deutschlands brüten wird. Ihre schnelle Ausbreitung ist neben der Vermehrungsrate insbesondere auf ihre Anpassungsfähigkeit und ihr aggressives Verhalten gegenüber anderen Tieren zurückzuführen. Quelle

Quasi unmöglich, sich der Faszination der kleinen Küken zu entziehen, wir sind ganz ganz lange hier:-)

Anschließend führt uns unser Weg zum Botanischen Garten, auch hier ist der Frühling in vollem Gange, die Blumen sind das eine, die summenden Bienen das andere, der Tag bleibt hochspannend und – faszinierend.

Und wir haben noch Spaß, laufen zum Inselwallpark und treffen den Baumläufer.

Die Baumläufer (Certhia) sind eine Familie kleiner Sperlingsvögel (Passeriformes), die sich in charakteristischer Weise ruckartig aufwärts an Baumstämmen bewegen und dort winzige, sich zwischen den Rindenspalten befindende Gliederfüßer suchen. Sie kommen in Europa und Asien von Portugal bis Japan, im nördlichen Maghreb und Nordamerika vor. Die neun Arten ähneln einander stark. […]

Baumläufer leben an Baumstämmen und dicken Ästen und ernähren sich vor allem von kleinen Insekten und Spinnen, die sie mit ihrem Schnabel zwischen den Ritzen und Spalten der Baumrinde suchen. Selten schnappen sie Insekten auch im Flug. Nur wenn diese nicht in ausreichender Zahl gefunden werden können, fressen Baumläufer auch Sämereien. Ihre napfförmigen Nester errichten sie in den Spalten von Baumstämmen oder hinter abgeplatzter Rinde, seltener auch in verlassene Spechthöhlen. Das Nest hat eine Basis aus Rindenstreifen und kleinen Zweigen und wird aus Gras, Moos, Flechten, Spinnweben, Federn und Pflanzenfasern gebaut. Beide Geschlechter bauen das Nest, aber nur das Weibchen brütet, während das Männchen für die Nahrungssuche zuständig ist. Das Gelege besteht in der Regel aus drei bis sechs Eiern. Die Nestlinge werden von beiden Eltern gefüttert. Nach 17 Tagen oder etwas mehr werden sie flügge. Quelle

Der Grünspecht ist ein echter Hingucker. Er ist hähergroß mit olivgrüner Oberseite. Aus der Nähe roter Scheitel und schwarze Maske um das weiße Auge sichtbar, das Männchen ist durch seine rote Wangenstreifmitte zu erkennen. Fliegt oft in stark bogenförmiger Flugbahn. Meist durch Stimme zu entdecken. Ruft im Flug laut gellend „kjükjüKJÜCK“. Gesang in laut lachenden Strophen von jeweils 10-18 „klü“-Lauten. Trommelt nur selten. Von Kopf bis Schwanz misst er zwischen 30 bis 36 Zentimeter und kommt auf eine Spannweite von 45 bis 51 Zentimeter.

Der Grünspecht findet überall dort ein Domizil, wo es alte Bäume zur Anlage von Höhlen und ausreichend Ameisen gibt – sei es in halboffenen Waldlandschaften, in Gärten und Parks oder auf städtischen Brachflächen. Besonders geeignete Bedingungen bietet auch die Streuobstwiese. Aber auch Industriebrachen hat der Grünspecht zunehmend für sich entdeckt. Dort nimmt er im Gegensatz zu den Streuobstwiesen sogar stark zu. Im städtischen Bereich bieten besonders Ortsränder und Gegenden mit altem Baumbestand ideale Bedingungen für den Grünspecht – sofern dort keine Pestizide verwendet werden, die seine Nahrungsgrundlage, die Ameisen, beeinträchtigen. Quelle

Der Buntspecht (Dendrocopos major, Syn.: Picoides major) ist eine Vogelart aus der Familie der Spechte (Picidae). Buntspechte besiedeln große Teile des nördlichen Eurasiens sowie Nordafrika und bewohnen Wälder fast jeder Art sowie Parks und baumreiche Gärten. Die Nahrung wird in allen Strata des Waldes (mit Ausnahme des Waldbodens) gesucht, jedoch vor allem in den Baumkronen. Sie besteht sowohl aus tierischen Anteilen als auch, vor allem im Winter, aus pflanzlichem Material. Das Nahrungsspektrum ist sehr breit und umfasst verschiedenste Insekten und andere Wirbellose ebenso wie kleine Wirbeltiere und Vogeleier, Samen, Beeren und andere Früchte sowie Baumsäfte.

Die Art ist häufig und der Bestand nimmt zumindest in Europa zu. Der Buntspecht wird von der IUCN daher als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft. Quelle

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