INTERVIEW mit Helge zu PSV Braunschweig – FC Mainaustraße – 27. Juni 2026

Stellvertretend für das Orga-Team ein paar Fragen an Helge. Das Das Orga-Team sind: Nils, Helge, André, Enno, Maxi, Sören, Jan-Niklas, Felix, Jona und Tobias.

Wann ist die Idee entstanden und wann habt ihr mit der Orga begonnen? Auf wie vielen Schultern ruht die Orga?

Garmisch haben wir schon länger auf dem Zettel bzw. immer mal wieder. Allerdings haben wir vor zwei, drei Jahren gedacht, dass das wohl kaum umzusetzen sei, gerade aus der Distanz betrachtet: zu kurzer Platz, vieles zubetoniert, einfach schwierig. Aber so richtig ad acta legen wollten wir es denn auch nicht, es ist halt ein fettes Ding und bedauerlich, dass man es nicht kreuzen kann.

Ende letztes Jahr / Anfang dieses Jahr sind wir dann in die Überlegung gegangen, welche Grounds denn zur Disposition stehen, welche wir anfragen. Und bei Garmisch wollten wir es halt nochmal drauf ankommen lassen. Und hatten dann das unverhoffte Glück, dass wir für Garmisch eine Zusage bekommen haben, allerdings nachdem wir Marl schon dingfest gemacht hatten. So haben wir für dieses Jahr die Herausforderung, dass wir zwei Spiele zu organisieren haben, überhaupt nicht Usus bei uns und von den Kapazitäten eigentlich auch unrealistisch.

Aber nun machen wir es eben. Wir stecken da eben die Power rein, eben weil wir Anfang Frühling die Zusage für Garmisch bekommen haben und es dann auch unbedingt umsetzen wollten.

In der Orga sind wir aktuell zehn Leute, die wir auch brauchen, spätestens aber beim eigentlichen Event wird die gesamte Mannschaft gebraucht, wir sehen uns also eher in der Koordination und Delegation, aber es geht nie ohne die Mannschaft.

Wird das vom PSV-Gesamtverein/-vorstand wahrgenommen und supportet und wenn ja, wie?

Der Gesamtverein bzw. der Vorstand nimmt das durchaus wahr, letztes Jahr für Millmoore haben wir eine großzügige finanzielle Unterstützung bekommen für die Reise, weil das ja auch mit einem besonderen Aufwand verbunden war. Dieses Jahr war da wohl Zurückhaltung das Thema beim PSV.

Aber wir machen das auch nicht, um Schulterklopfer zu kassieren, aber bissel Wertschätzung wäre ja ganz schick. Wir machen das nicht für den Verein, das ist nicht der Punkt, aber die positive Presse ist ja sicher für den Verein nicht zu unterschätzen. Kurzum – wir würden uns über eine kleine Rückmeldung sicher nicht beschweren.

Kleiner Vergleich: was ist cooler – das Skistadion Garmisch oder das Polizeistadion?

Kommt ja auf die Perspektive an:-) Das Polizeistadion ist deshalb cooler, weil es ein Fußballstadion ist, weil es eine lange Fußballgeschichte hat und weil es die Geschichte auch gut erzählen kann.

Ein bisschen haben wir ja auch dazu beigetragen: wir haben die Tribünen freigelegt in der Kurve und hinter dem Tor und wenn’s nach mir geht sind wir damit noch lang nicht fertig, es gibt noch weitere Stufen, die man freilegen könnte, das ging ja mal komplett rum früher. In den 50ern, als es erbaut worden ist. Also vom Ambiente her, im Park, mit den hohen Bäumen, auch mit der Gastronomie, mit der Verwitterung, mit der Patina das eindeutig coolere Stadion, wenn man den Blick auf den Fußball richtet.

Deutlich imposanter ist sicherlich Garmisch-Partenkirchen, weil es sportlich – nicht fußballerisch – eine andere Dimension hat. Historisch betrachtet total spannend: Olympia 1936, Vierschanzentournee. Da trifft sich der der Weltsport, da treffen sich die besten der Welt, um Sport zu machen, insofern ist das sicherlich was ganz Besonderes, dass wir dort eben auch mal Fußball spielen konnten auf einer Anlage, die sonst für Profis, für Profisportler reserviert ist, das ist definitiv sehr besonders gewesen.

Also: fußballerisch bin ich beim Polizeistadion, sportlich-historisch bei Garmisch.

Wie ist der Ablauf unmittelbar vor dem Spiel, vor dem Anpfiff? Kommt man überhaupt dazu, sich „richtig“ aufs Spiel vorzubereiten, zu freuen, zu genießen? Wie ist‘s mit der Vorfreude?

Puhh, gar nicht so einfach und schon gar nicht so einfach zu erklären. Natürlich haben wir bis Anpfiff unglaublich viel Orga, andererseits versuchen wir natürlich, auch das Fußballspiel als Fußballspiel zu erleben und vorzubereiten. Unsere Idee ist immer, dass die elf Startspieler bis eine Stunde vor Anpfiff eingebunden sind in die Orga. Ab dann versuchen wir auch den Fokus auf das Sportliche reinzubekommen und den Rest auszublenden, damit wir uns auch auf das Spiel vorbereiten können.

Für Garmisch indes war so viel zu tun, dass wir das ein bissel aufsplitten mussten und ohnehin nicht die volle Stunde zum Warmmachen nutzen wollten, weil es so heiß war, wir wollten ja nicht voll platt sein zum Anpfiff.

Wir versuchen schon, in den Fokus zu kommen und aufs Spiel vorzubereiten, die Aufstellung durchzugehen, zu gucken auf die Rahmenbedingungen, auf die Hitze, auf den Gegner, der auf uns einen sehr fitten Eindruck gemacht hat.

Und dann gehen wir raus, machen uns warm, saugen schon mal die Atmosphäre, die Kulisse auf. Das ist für viele – und das betonen wir vorm Spiel und im Kreis vor dem Anpfiff immer wieder – eine Kulisse, die die wenigsten in ihrer sportlichen Karriere überhaupt erlebt haben. 2.700 Zuschauer dürfte bisher keiner erlebt haben bei einem eigenen Spiel.

Und dies Erlebnis zu genießen, auch mal links und rechts auf die Zuschauerränge zu schauen, auf die Skisprunganlage zu schauen und im Ansatz zu realisieren, was läuft hier eigentlich, die Leute sind ja auch wegen mir da, das versuchen wir im Vorfeld reinzukriegen.

Atmosphäre aufsaugen, genießen, idealerweise die Orga ausblenden, das ist der Punkt, weil es ja immer noch auch um Fußball geht. Letztlich funktioniert das ganz gut.

Die Vorfreude ist natürlich immer riesig, wir fiebern ja über Monate drauf hin, freuen uns, wenn wir endlich einlaufen und wir ermöglichen immer allen, die in der Orgagruppe sind, einen Startelfplatz. Es ist schon besonders – diesmal sogar mit Einlaufkids – und immer, insbesondere diesmal, hatte es noch einen besonderen Rahmen, da ist die Vorfreude groß, jeder genießt es total.

Aber die größte Freude empfinde ich immer nach Abpfiff. Nicht weil ich das alles nicht genießen konnte, sondern weil die ganze Organisationslast abfällt, wenn ich weiß, dass es alles funktioniert hat, dass wir ein gutes Event gehabt haben, dass wir die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, umsetzen konnten.

Bei einem Kaltgetränk freue ich mich, dass die Orga letztlich dann im weitesten durch ist, dass die Party beginnen kann, dass die Nachfreude nun richtig ankommen kann. Das heißt nicht, dass ich keine Vorfreude auf das Spiel habe – im Gegenteil. Aber nun ist wirklich auch der Teil, wo wir loslassen können, uns unbeschwert freuen können und das ist ein sehr sehr geiles Gefühl:-)

Was sagen eure Frauen und Partnerinnen zu den Touren?

Unsere Partnerinnen stehen hinter uns und unterstützen das und halten das aus – anders würde es ja auch nicht funktionieren. Natürlich gibt es auch mal kritische Worte, ein Kopfschütteln, ein Augenrollen. Das ist auch normal und das gute Recht, gerade wenn wir z.b. eine englische Woche mit Training und Mannschaftsbesprechung und Orga haben. Und gerade in der heißen Phase vor den Events kommt da doch viel Arbeit auf uns zu und da gibt’s dann auch schon mal die Frage „Muss das jetzt sein?“, was auch total legitim ist.

Insgesamt aber tragen unsere Partnerinnen das super mit und ohne das würde es auch nicht funktionieren. Sobald es da ehrliche und ernsthafte Bedenken gäbe, würden wir entsprechende Konsequenzen ziehen, z.b. schauen, wie wir die Arbeitslast besser verteilen können.

Schlussendlich ist das, was wir da betreiben, nichts anderes als ein Job, ein ehrenamtlicher zwar, aber eben ein Job. Und wenn im Job so viel zu tun ist, dass es zulasten des Privatlebens geht, dann muss man auch da schauen, wie Veränderungen herbeigeführt werden können.

Es ist insofern ganz wichtig, dass wir uns im Orgateam breiter aufgestellt haben, was auch eine Entwicklung ist, die aus der Erkenntnis resultiert, dass wir es nicht mehr auf so wenigen Schultern verteilt lassen können. Dafür ist im Laufe der Zeit der Aufwand zu groß geworden, dafür ist unser Anspruch auch zu groß geworden.

Und gerade in den Peaks, wo dann nochmal richtig zu tun ist, geht’s nicht nur zulasten der Partnerschaft u.U., sondern auch anderen Dingen, die man gerne macht. Die man für sich macht. Da steht schon mal die Entscheidung an, ob ich zum Training gehe oder zur Orgabesprechung – weil beides schaff ich halt nicht …

Und damit nicht ständig solche Entscheidungen, solche Diskussionen anfallen, ist es gut, dass wir eine größere Gruppe geworden sind, in der das alle mittragen.

Und zumindest in meinem Falle ist es ja auch so, dass ich kleine Kinder habe – der einzige in der Orga-Gruppe – und damit auch die Familie noch eine zusätzliche Bedeutung hat, aber bei anderen sind es Hobbys, die Uni, andere Projekte.

Und da ist es eine extreme Entlastung, dass unsere Partnerinnen das grundsätzlich mittragen und puffern und uns das Gefühl des absoluten Vertrauens und Rückhalts geben.

Über 2.700 Zuschauer ist der Wahnsinn. Wie sehr motiviert es euch zusätzlich, wenn das so intensiv angenommen wird? Wir stolz seid ihr drauf, nicht Teil des Ganzen, sondern Initiator zu sein?

2.700 Zuschauer ist ein absolutes Brett und hat uns auch überrannt. Muss man klar sagen. Wir haben natürlich damit gerechnet, dass viele das kreuzen wollen, der Termin liegt gut, es ist eine einmalige Gelegenheit. Das war uns klar. Dass wir so eine Zahl an Vorbestellungen erreichen werden, damit haben wir nicht gerechnet.

Das zeigt uns, wie besonders das Stadion ist, es zeigt aber auch, wie wir wahrgenommen werden in der Community, welchen Ruf wir haben, was uns im Nachhinein auch zusätzlich bestätigt wurde mit sehr sehr viel positivem Feedback.

Es zeigt auch, wie gut der Ablauf ist, dass wir auf die richtigen und wichtigen Dinge zusätzlich geachtet haben wie Wasserspender bei 40° C oder andere Kleinigkeiten, wie die liebevoll gestaltete Eintrittskarte, die uns immer wichtig ist, ein fettes Programmheft. Dinge, für die wir gern die Zeit investieren, die wir aber auch zurückbekommen durch positives Feedback.

Die vielen Leute waren dann gleichermaßen Motivation wie auch Anspruch, das ist gleichermaßen eine Bühne, da wollen wir dann möglichst alles richtig machen: gute Abläufe, kurze Getränkeschlangen usw. Dennoch gibt es Dinge, die so nicht planbar sind. Wie der Merch-Stand angenommen wurde, wie der durch die Decke ging, welche Schlangen da waren, hat uns dermaßen überrascht, dass wir das in Marl logistisch und organisatorisch sicherlich anders angehen werden.

Es scheint eben so, dass wir da auch einen Nerv getroffen haben, dass sich die Leute für unterschiedliche Merch-Artikel weit über unsere Erwartungen hinaus interessieren, da wollen wir die Wartezeiten beim näxten Spiel natürlich reduzieren.

Unabhängig davon sind wir megastolz darauf, dass wir das gewuppt haben, dass so viele Menschen auch im Nachgang positiv berichtet haben. Es gab unfassbar viel positives Feedback, aber natürlich – es gab auch vereinzelt negative Stimmen, allerdings auch recht schnell und konsequent von der Community diskutiert und kommentiert und klargestellt so nach dem Motto: „hätte ich vorher gewusst, wo meine Spenden hingehen – Stichwort CSD -, wäre ich im Leben nicht gekommen.“ Uns ist natürlich auch klar, dass wir als Mannschaft, die sich als solidarisch und demokratisch und auch linksorientiert wahrnimmt, trotzdem auch Zuschauer begrüßen, die rechts sind, die offen rechts sind, die AfD wählen usw. und das kann natürlich zu Spannungen führen. Kam aber offensiv nicht dazu, weil wir auch sehen – und das finden wir natürlich super – , dass die Masse an unserer Seite ist und gut findet, was wir tun. Und das ist für uns natürlich auch ein wichtiges Signal.

Insofern ist das schon megacool, das ganze auf den Weg gebracht zu haben und da eine gewisse Tradition und Regelmäßigkeit zu haben, so dass die Community teilweise auch ganz gespannt drauf ist, was als näxtes ansteht oder anstehen könnte, auch mit Tipps kommt. Wir sind da schon eine Institution geworden, das ist natürlich Mega.

Trotzdem haben wir es natürlich genossen, dass wir vor drei Jahren bei Kali Werra einfach nur eingeladen waren und nichts mit der Orga zu tun hatten. Da kann man dann schon auch noch mal anders auf die Dinge schauen, sich vielleicht noch etwas abschauen fürs näxte Mal.

Schlussendlich haben wir aber Lust auf die Sachen, Lust daran, Dinge zu organisieren und voranzubringen und deswegen machen wir das auch.

Warum war es euch so wichtig, das Spielfeld auf Standard-UEFA-Maße zu bringen? War euch von Anfang an klar, was für ein Aufwand das sein würde? Kannst du den Hergang mal kurz skizzieren? Sind ähnliche Herausforderungen für euer Spiel in Marl zu erwarten?

Aaalso. Wenn wir ein offizielles Spiel durchführen wollen, dann steht es für uns auch außer Frage, dass wir die offiziellen Maße für das Spielfeld herstellen müssen. Es war ein längerer Diskussionsprozess in der Gruppe. ‚Reicht es nicht, wenn wir die Maße ungefähr angleichen?‘ ‚Wie wollen wir es angehen?‘ ‚Welche Probleme kommen da überhaupt auf uns zu?‘

Problem an Garmisch: die Rasenfläche ist recht quadratisch, egal welches Fußballfeld wir einzeichnen, es wird i-wie komisch aussehen – es wird nicht stimmig aussehen, wenn wir in das Quadrat ein zu kleines Rechteck einzeichnen. Und das ist das, was ich mit unserem Anspruch meine – mit unserem Anspruch, dass wir den Standard, den wir in den Spielen zuvor gesetzt haben, auch halten wollen.

Das heißt natürlich, dass wir ein Spielfeld haben wollen, welches auch DFB-Normen entspricht. Wir haben daraufhin verschiedene Ansätze diskutiert. Es war klar, dass die Idee unserer Umsetzung richtig Aufwand bedeuten würde. Und daher haben wir es auch immer wieder kontrovers diskutiert. Letztlich sind wir dann aber zu der Überzeugung gekommen, auch vor dem Hintergrund der einmaligen Preiserhöhung, dass wir jetzt in eine Spielfeldgröße investieren, die einem Fußballspiel angemessen ist, die unseren Ansprüchen angemessen ist. Aber dafür mussten wir uns maximal strecken.

Das vor Ort mit Mannschafts- und Groundhopperpower hinzuruckeln war dann immer noch sehr aufwändig bei Mördertemperaturen, bei zu langer Anreise. Der Abbau muss da ja auch gleich mitgedacht werden.

Jemand, der damit nichts zu tun hat, fragt sich: ‚Habt ihr einen am Sender? Das Ganze ist doch ein Rasenfeld, spielt doch auf dem was da ist. So einen Aufwand für 90 min zu betreiben, das steht doch in keinem Verhältnis.‘

Nun, wir stehen aber eben auch für Werte, auch für Fußballwerte, also wer wenn nicht wir, soll das schaffen? Wir haben die Power, wir haben den Teamspirit, wir haben den Support, das zu wuppen, wo andere Mannschaften aufgeben würden, dran zerbrechen würden, weil es ihnen zu weit über den Fußball hinausgeht, aber wir verstehen Fußball eben umfassender. Und so haben wir voller Überzeugung gesagt: „Wir bringen hier Originalmaße rein und das wird echt geil!“

Das ist natürlich auch das, was uns ausmacht, was wir sind. Unsere Neugier, was gibt es Besondere, was gab es vlt. so noch nicht, woran können wir auch wachsen, als Mannschaft, als Orga.

Beispiel Helgoland: die Voraussetzungen zu schaffen, dass 700 Leute auf eine Hochseeinsel kommen, dass Wolters dahin kommt, ein weiterer Schritt im letzten Jahr die internationalen Spiele mit Milmoor und Cougar Park.

Jetzt hatte Garmisch einige Besonderheiten, die entscheidende ist der Kunstrasen, was aber auch in der Community hart abgefeiert wurde.

Zum Hergang: letztlich haben wir über den Podcast DWIDSwoch einen Aufruf gestartet: „Wer hat Kunstrasen, wer hat eine Spedition, einen LKW, wer kann und unterstützen?!“ Woraufhin mehrere Angebote zu Kunstrasen kamen. Aber eben auch Jemand aus NRW, der sagte, ich arbeite bei ner Spedition, ich nehme mir Urlaub, ich hole euch den Kunstrasen und fahre ihn nach Garmisch. Wir hatten dann im Vorort von München jemanden, der Kunstrasen verkauft, nur wollten wir ja keinen Kunstrasen kaufen …

Eine Leihe funktionierte dann auch, so dass dann eben der Typ aus NRW mit dem LKW Donnerstag losgefahren ist nach München, den Kunstrasen eingeladen hat, Freitag den Kunstrasen angeliefert hat, den dann abgeladen hat mit zwei weiteren Hoppern, die im Greenkeeping arbeiten und Erfahrung im Verlegen von Kunstrasen haben und den Rasen schon vorverlegt haben.

Da mussten wir als Mannschaft ja so viel nicht mehr verlegen, aber ausrichten mussten wir die Rollen [27 Stück á 120 kg – 1,9 m breit, 16 m lang -Anm HA] ja noch.

Entscheidend für uns war dann, dass gemessen, gekreidet werden musste. Und vor allem am Sonntag der Rückbau des Kunstrasens mit Aufrollen der schweren Matten und auf den LKW hieven. Und der LKW-Fahrer fährt Montag wieder los – Sonntag ist Ruhetag für LKWs – das ist natürlich ein enormer Aufwand gewesen. Aber er hat sich eben auch gelohnt.

Zu Marl-Hüls: natürlich – es ist mittlerweile ein Baseball-Stadion mit einem Baseball-Feld. Das wird uns erneut vor Herausforderungen stellen: wie bringen wir ein Fußballfeld in das Stadion, ohne das Baseball-Feld zu beschädigen oder wie integrieren wir das Feld sogar günstigstenfalls. Aber es ist klar, wir werden auch wieder Aufwände haben, ggf. unwägbare, denn wir müssen neu kreiden, wir müssen schauen, welche Tribünen nun begehbar sind.

Dafür werden wir aber den Freitag haben, denn nach Marl reisen wir bereits am Donnerstag an, weil es eben auch ganz bewusst unsere Mannschaftsfahrt sein soll und so werden wir sicher die Tour für uns nutzen können, aber eben auch an Freitag schon den Ground herrichten können.

Habt ihr schon was in der Pipeline für näxtes Jahr?

Immer! Und nie! 😀 Natürlich gibt es Grounds, die interessant sind, die lost sind. Wir werden aber auch dieses Mal schauen: wollen wir das? Können wir das noch so halten? Vom Arbeitspensum? In der Orgagruppe? Welche Größenordnung soll/darf es sein?

Garmisch ist vom Aufwand schlicht nicht jedes Jahr machbar.

Was reizt uns? Wir werden Nix machen, um das jährliche Event aufrecht zu erhalten, das muss uns ansprechen, zu uns passen, unser Feuer entfachen. Das heißt nicht, dass es keine Ideen gibt, im Gegenteil. Die Frage ist dann auch, wie groß kann der Ground sein, da gibt es ja auch Grenzen und – nicht zuletzt – ist es von der Kommune gewollt? Soll es im Ausland sein? Das sind alles Punkte, die wir besprechen müssen. Zu gegebener Zeit.

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