Zum Freischütz auf dem Burgplatz bietet die Stadt Führungen auf den Rathausturm an. Wir buchen und haben Spaß, auch wenn das Versprechen, ein unvergleichliches Hörerlebnis hier oben zu haben, nicht wirklich eingelöst wird. Dazu hätten wir schon in die Vorstellung gehen müssen, was aber nicht gepasst hat.
Das Rathaus der Stadt Braunschweig befindet sich am Platz der Deutschen Einheit. Der Altbau wurde zwischen 1894 und 1900 nach Plänen des Stadtbaurates Ludwig Winter im Stil der Neogotik errichtet.
Das dreistöckige Gebäude befindet sich im Braunschweiger Regierungsviertel direkt gegenüber dem Braunschweiger Dom am Langen Hof (heute Platz der Deutschen Einheit) und grenzt, inklusive seiner zwischen 1968 und 1971 errichteten An- und Erweiterungsbauten, ebenfalls an die Münzstraße, den Domplatz (damals Wilhelmsplatz), die Dankwardstraße und den Bohlweg.
Im Rathaus befinden sich heute unter anderem das Standesamt der Stadt Braunschweig und eine Erinnerungsstätte für verfolgte und ermordete Braunschweiger Sinti. Im Untergeschoss befand sich seit der Fertigstellung des Gebäudes lange Jahre das Restaurant „Ratskeller“. […]
Als Vorbilder für den Rathausbau dienten Gebäude aus Belgien und aus England sowie das Wiener Rathaus. Das historistische Gebäude wurde im hochgotischen Stil errichtet und am 27. Dezember 1900 eingeweiht. Die Kosten beliefen sich auf 2,5 Millionen Mark. Auf einen repräsentativen Festsaal wurde verzichtet, da man dafür – damals wie heute – auf den Saal des Altstadtrathauses zurückgriff. Neben der nach Süden ausgerichteten Hauptfassade des Gebäudes wurden auch die Innenräume im gotischen Stil gestaltet und neugotisch ausgestattet. Die Möbel entwarf Ludwig Winter selbst. Die vier Figuren über dem Eingangsbereich sind allegorische Darstellungen der Wissenschaft, Kunst, Handwerk und des Handels. Über dem Eingang befinden sich Maßwerkfenster und daneben zwei schmale Seitentürme. Vor dem Zweiten Weltkrieg besaß der Eingangsbereich einen Treppengiebel. Dieser stürzte nach schwerer Beschädigung ein und wurde schließlich abgetragen.
Nach seiner feierlichen Übergabe mit Eröffnung des Sitzungssaales am 26. Dezember 1900 war das Neue Rathaus Sitz von Stadtverordnetenversammlung, Magistrat und Stadtverwaltung. Quelle







