Die ganzen Wochen fiebern wir auf den Nachwuchs bei den Gänsen hin – endlich ist es soweit. Im Bürgerpark sind die hinreißenden Küken der Graugänse unterwegs. Und anderes Federvieh. Faszinierende Tage im Bürgerpark.
Skeptisch und mit einem großen Beschützerinstinkt sind die Elternpaare unterwegs. Gleichwohl sind sie im Bürgerpark einigermaßen an Publikum gewöhnt und insgesamt denn doch recht entspannt.
Die Graugans (Anser anser, früher auch Anas anser L.), häufig kurz Gans genannt, ist eine Art der Gattung Feldgänse (Anser) in der Familie der Entenvögel (Anatidae). Graugänse zählen zu den häufigsten Wasservögeln und sind, nach der Kanadagans, die zweitgrößte Gänseart in Europa. Sie sind die wilden Vorfahren der domestizierten Hausgänse. Mitteleuropa gilt als die Region, in der diese Gans domestiziert wurde. Auf die verwandten Schwanengänse (Anser cygnoides) gehen die domestizierten asiatischen Höckergänse zurück. Die Graugans wurde von Carl von Linné 1758 in seinem Werk Systema Naturæ beschrieben. […]
Graugänse können bis zu 17 Jahre alt werden. Bekanntester Laut ist das auch von Hausgänsen bekannte „ga-ga-ga“, jedoch verfügt die sehr rufaktive Graugans über mehr als ein Dutzend verschiedener Lautäußerungen. Dabei gibt es individuelle Unterschiede. Einige Graugänse rufen immer in einer sehr hohen Kopfstimme, während andere eher geräuschhaft knarrende Laute von sich geben. Sie haben jedoch auch laut trompetende Rufe im Repertoire. Gelegentlich kommt es zu einem duettartigen Rufen zwischen zwei Individuen, wobei die Gänse dabei jeweils im Wechsel rufen. […]
Während des Zuges ist die Graugans in ganz Europa anzutreffen. Sie brütet in Großbritannien, ganz Fennoskandinavien außer den weit von der Küste entfernten Gebieten sowie in ganz Kontinentaleuropa nordöstlich einer Linie von Dünkirchen bis Patras in Griechenland mit Schwerpunkt in den Niederlanden, Norddeutschland, der Südküste der Ostsee sowie in einem Gebiet zwischen Österreich, Ungarn und Tschechien.
Die Überwinterungsgebiete der Graugans sind an der Westküste der iberischen Halbinsel, an den Nordküsten von Algerien und Tunesien und die Küsten der Adria. Große Populationen mit mehreren zehntausend Gänsen rasten regelmäßig im Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel auf den brachliegenden Wiesen. […]
Von einem Tiefpunkt Anfang der 1970er Jahre, als die europäische Gesamtpopulation etwa 20.000 Tiere umfasste, hat sich der Bestand über etwa 170.000 Tiere Mitte der achtziger Jahre auf wohl über 250.000 Tiere im Jahr 2003 erhöht. Dabei kam es nicht nur zu einer dichteren Besiedelung traditioneller Brutgebiete, sondern auch zu einer deutlichen Ausweitung des Brutareals vor allem in Deutschland und in den Niederlanden. Quelle
Noch ist er allgegenwärtig! Der Star fällt zwar nur auf, wenn im Spätsommer sein schwarzes Gefieder wie mit Perlen übersät wirkt oder er im Frühling seinen ungewöhnlichen, schnarrend –schmatzenden Gesang zum Besten gibt. Wenn sich die Stare im Spätsommer aber zu großen Schwärmen sammeln , wird erkennbar, dass der Vogel noch zu den häufigsten und weit verbreiteten Arten Deutschlands gehört. Aber auch seine Bestandszahlen haben erhebliche Einbußen erlitten. Durch moderne Bauweise und Sanierungen in Städten und Dörfern fehlen dem Höhlenbrüter Nistmöglichkeiten. Und noch etwas fehlt ihm: Mist! Geradezu typisch ist das Bild des schwarzen Vogelpaares, das suchend auf der Weide von Kuhfladen zu Kuhfladen schreitet, um die angelockten Insekten oder sich im Dung entwickelnden Larven aufzupicken. Durch die zunehmende Stalltierhaltung wird dieser Anblick immer seltener. Der allgemein beobachtete dramatische Rückgang der Insekten und die intensivierte Landwirtschaft werden auch für die Starenbestände gravierende Folgen haben. Der grauschwarze Vogel trägt eine gewisse Bescheidenheit zur Schau, dabei ist er ein hervorragender Insektenvertilger – und ein großer Freund von Kirschen und Weintrauben . So ist das Verhältnis zwischen Mensch und Star durchaus zwiespältig, er steht als „Mitesser“ im Obst- und Weinbau unter Beobachtung. Er kann als öffentlicher Indikator für den Artenrückgang gelten: Die Bevölkerung in Dorf und Stadt nimmt viel stärker den Rückgang der Allerweltsvögel Spatz und Star wahr, als das Verschwinden einer Rarität in einem entfernten Waldwinkel. Quelle
Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) hat sich erst in den letzten Jahrzehnten bei uns als Brutvogel etabliert. Davor war sie eher in nördlicheren Teilen Europas zuhause. Heute kann man sie jedoch regelmäßig in lichten Wäldern und größeren Parkanlagen beobachten. Und besonders im Winter macht sich die Wacholderdrossel auch in kleineren Gärten auf Nahrungssuche. In diesen kalten Monaten ernährt sich die bunte Drossel von Beeren, Früchten und Fallobst. Ihr Name kommt also nicht von ungefähr, denn die Art wird schon länger insbesondere mit dem Wacholder und dessen Beeren assoziiert. Selbst ihre etwas veraltete Bezeichnung als „Krammetsvogel“ hat diesen Ursprung, denn „Krammet“ ist nur eine alte Bezeichnung für Wacholder. […]
Die Wacholderdrossel ähnelt in Größe und Gestalt ihrer etwas bekannteren Verwandten, der Amsel. Auch den gelben Schnabel teilen sich die beiden Arten. Weitere Ähnlichkeiten bestehen im Aussehen jedoch nicht. Denn neben der schlichten schwarzen Amsel ist die Wacholderdrossel eine wahre Farbenpracht. Ihr grau-blau gefärbter Kopf wird von einem hellen Überaugenstreif durchzogen. Der gleichfarbige Nacken geht in einen rot-braunen Rücken und passende Flügeldecken über. Der untere Rücken, auch Bürzel genannt, ist ebenfalls grau-blau gefärbt und endet in dunklen Schwanzfedern. Die helle Unterseite wird von schwarzen Punkten durchzogen und die Brust erstrahlt in einem kräftigen Rostgelb. Wacholderdrossel-Männchen und -Weibchen sind rein optisch nur schwer voneinander zu unterscheiden. Quelle
Die (selten: das) Nutria (Myocastor coypus), auch Biberratte oder seltener Sumpfbiber, Schweifbiber, Schweifratte oder Coypu genannt, ist eine aus Südamerika stammende und in Mitteleuropa angesiedelte Nagetierart. Sie wird entweder in einer eigenen Familie, Myocastoridae, oder als Unterfamilie Myocastorinae innerhalb der Stachelratten (Echimyidae) eingeordnet. Nach neueren molekularen Analysen (aufgrund homologer DNA-Sequenzen, mitochondrialer und nuklearer Gene) gehört die Gattung unzweifelhaft zu den Echimyidae. Sie ist der einzige wasserlebende (semiaquatische) Vertreter in einer Gruppe sonst bodenlebender Gattungen.
Die Nutria wird gelegentlich mit der aus Nordamerika stammenden Bisamratte verwechselt, die sich gleichfalls in Europa als Neozoon etabliert hat, allerdings kleiner ist und einen seitlich abgeplatteten Schwanz hat. Quelle














