RIESELFELDER + OKERAUEN – 02. Mai 2026

Wir sind wieder in den Rieselfeldern unterwegs und es wird ein schwer faszinierender Tag.

Der mit dem Kiebitz anfängt, als er an den Okerauen zwei Meter entfernt von uns vor unseren Füßen auftaucht, können wir unser Glück kaum fassen.

Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist eine Vogelart aus der Familie Regenpfeifer (Charadriidae). Er brütet typischerweise in den Marschwiesen, auf Vordeich­wiesenflächen und auf anderen Weide­landschaften der Niederungen. Der Watvogel mit den breiten, paddelförmigen Flügeln ist für seine spektakulären Balz­flüge bekannt, die auch als Gaukeln bezeichnet werden.

Kiebitze kommen in Eurasien vor. Außerhalb der Paarungszeit, also von Juli bis März, können sie in größeren Schwärmen im Watt und auf küstennahen Flächen auftreten.

Kiebitze sind Bodenbrüter; ihre Eier galten früher als Delikatesse, dürfen heute aber nicht mehr gesammelt werden, da der Kiebitz in seinem Bestand global bedroht ist. 2015 wurde die Art auf die internationale Rote Liste gefährdeter Vogelarten gesetzt. Für das Jahr 2024 ist die Art das zweite Mal nach 1996 zum „Vogel des Jahres“ in Deutschland gewählt worden. […]

Kiebitze sind während der Brutzeit sehr stimmfreudig; ihr Rufen klingt klagend schrill, wie „kschäää“ oder „kiju-wit“, was ihnen den deutschen und auch den niederländischen Namen „Kievit“ eingetragen hat. Im Balzflug kann mit den Flügeln ein wummerndes Geräusch erzeugt werden. Quelle

Zusammen mit dem Bruchwasserläufer gibt er ein gutes Gespann ab.

Der Bruchwasserläufer (Tringa glareola) ist ein eurasischer Vogel aus der Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae). Er ist ein Brutvogel der gemäßigten und borealen bis subarktischen Tundrenzone. In Mitteleuropa ist er ein sehr seltener, nur lokal vorkommender Brut- und Sommervogel. Die Rote Liste der Brutvögel Deutschlands von 2020 führt die Art in der Kategorie 1 als vom Aussterben bedroht. Recht häufig und regelmäßig ist er aber während der Zugzeiten als Durchzügler und Rastvogel zu beobachten. Quelle

Nach den Okerauen zieht es uns natürlich noch zu den Rieselfeldern und so ziemlich der erste Vogel, der sich uns zeigt, ist der Fasan. Wir sind abermals begeistert.

Der Fasan (Phasianus colchicus; Plural Fasane oder Fasanen) ist eine Vogelart aus der Ordnung der Hühnervögel. Wie bei anderen Fasanenartigen fällt der Hahn durch sein farbenprächtiges Gefieder und seine deutlich längeren Schwanzfedern auf. Hennen zeigen eine bräunliche Tarnfärbung. Der Ruf des Hahns ist ein lautes, charakteristisches und oft gereihtes gö-göck.

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Fasans reicht vom Schwarzen Meer über die Trockengebiete Mittelasiens bis in den Osten Asiens. […]

Der Fasan besiedelt halboffene Landschaften, lichte Wälder mit Unterwuchs oder schilfbestandene Feuchtgebiete, die ihm gute Deckung und offene Flächen zur Nahrungssuche bieten. In Europa findet man ihn häufig in der Kulturlandschaft. Er ernährt sich zumeist von pflanzlicher Nahrung wie Sämereien und Beeren, gerne auch von Insekten und anderen Kleintieren. So vertilgt das Neozoon Fasan große Mengen des Neozoons Kartoffelkäfer, die sonst als Larven die Blätter der Kartoffelpflanzen kahlfressen. Ein Hahn lebt zur Brutzeit meist mit ein bis zwei Hennen zusammen. Der Fasan überwintert zumeist in den Brutgebieten. Bisweilen weicht er im Winter über kurze Strecken in mehr Deckung oder Nahrung bietende Lebensräume aus. Quelle

Anschließend Reiherenten, Brandgans und ein Blässhuhn mit Nachwuchs. Langweilig wird hier definitiv nicht.

Die Reiherente (Aythya fuligula) ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel. Sie zählt zu den so genannten Tauchenten und gilt als die häufigste Süßwassertauchente. Es handelt sich um eine verhältnismäßig kleine, kompakt gebaute Ente. Bemerkenswert sind der relativ kurze Schnabel und der auffällig runde Kopf. Die Männchen haben am Hinterkopf einen langen, herabhängenden Schopf. Das Weibchen weist eine kurze Holle auf.

Die Reiherente ist in Mitteleuropa ein verbreiteter Brut- und Jahresvogel. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Ost- und Südmitteleuropa. Im gesamten Mitteleuropa ist sie jedoch ein häufiger Mausergast und als Durchzieher beziehungsweise als Wintergast zu beobachten. Sie gehört zu den Arten, deren Population ansteigt und sich zunehmend nach Westen ausbreitet. Quelle

Das Blässhuhn (Fulica atra) ist eine mittelgroße Vogelart der Gattung der Blässhühner (Fulica) aus der Familie der Rallen (Rallidae), die als einer der häufigsten Wasservögel bevorzugt auf nährstoffreichen Gewässern anzutreffen ist. Die Art ist über große Teile Eurasiens verbreitet und kommt darüber hinaus in Australasien vor. […]

Die Art wird bisweilen auch Blässralle genannt, um auf die korrekte taxonomische Einordnung hinzuweisen. Gebräuchlich ist auch die Schreibweise mit e (Blesshuhn, Blessralle). Weitere synonyme Trivialnamen sind:

modernen Wörterbüchern zufolge Wasserhuhn – vor längerer Zeit wurde diese Bezeichnung auch für andere Taxa verwendet // Lietze früher in Berlin // Belchen am Bodensee // Taucherli oder Bucheli in der Deutschschweiz // Daucherle oder Taucherle in Oberschwaben bzw. im Bodenseealemannischen // Duckente, insbesondere wenn es um die Zubereitung als Speise geht // Zappe im Plattdeutschen. Quelle

Die Brandgans (Tadorna tadorna) ist eine Art aus der Familie der Entenvögel, die zur Tribus der Halbgänse (Tadornini) gehört. Halbgänse ähneln in ihrem Habitus Gänsen, sie haben jedoch auch Merkmale, wie sie für Eigentliche Enten charakteristisch sind. Vor allem in älterer Literatur findet man daher für diese Art die Bezeichnung Brandente. […]

In Deutschland ist die Brandgans vorwiegend Brutvogel im Küstengebiet und auf den Inseln der Nordsee und der westlichen Ostsee. Als Brutvogel hält sie sich im Wesentlichen an die Meeresküste, dringt aber auf der Suche nach geeigneten Bruthöhlen auch weit landeinwärts vor. Die Ausdehnung in das Binnenland hängt in West- und Mitteleuropa sowie in Schweden mit der allgemeinen Bestandsentwicklung dieser Tierart zusammen. Regelmäßige Brutvorkommen im Binnenland gibt es zum Beispiel in den Rieselfeldern bei Münster (seit 1985) und vor allem am Niederrhein (seit 1961). Sie hat außerdem die Elbe aufwärts bis Dessau besiedelt. Quelle

Und zum Abschluss noch ein kleiner Eindruck vom Gut Steinhof: Kühe – Schweine – Osnabrück

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