Im Stadthafen startet 1958 die Fährschifflinie zwischen Sassnitz und Trelleborg, der Hafen von Sassnitz ist zu dieser Zeit an die Bahnstrecke Malmö – Berlin-Ostbahnhof angebunden. 1998 endet die Zeit, der Fährbetrieb wird in den Hafen Sassnitz-Mukran verlegt.
1889 wird der Sassnitzer Stadthafen als Fischerei- und Schutzhafen gebaut und ist der erste Hafen für Schiffe mit größerem Tiefgang an der Küste der Insel Rügen. Die preußische Verwaltung sucht nach einem günstigen Hafenstandort zwischen Schweden und dem unter preußischer Verwaltung stehenden Pommern. In Sassnitz sind durch den neu entstandenen Hafen gute Voraussetzungen für einen weiteren Ausbau als Seehafen.
Wegen der stetig steigenden Stückgutzahl vereinbarten die Deutsche Reichsbahn sowie die schwedische Staatsbahn, zusätzlich größere Fährschiffe einzusetzen und die vorhandenen Fähranlagen entsprechend umzubauen. Zu den notwendigen Maßnahmen in Sassnitz zählten in erster Linie die Anpassung der Fährbetten an die neu einzusetzenden Großfähren und der Neubau eines Empfangsgebäudes. Von 1956–1959 erfolgten bei laufendem Fährbetrieb der Umbau des wasserseitigen Fährbettes und der Neubau des Empfangsgebäudes, der sogenannten Landungsplattform. 25 Mio DM investierte die DDR in den Prestigebau.
Die Landungsplattform wurde als geschweißter Stahlskelettbau errichtet. In der Gestaltung war die heute als Glasbahnhof bezeichnete Landungsplattform vorbildlich und setzte neue Maßstäbe für den Bau von Fährterminals. Der Entwurf der Landungsplattform fand in enger Abstimmung mit den Erfordernissen der neu einzusetzenden Großfährschiffe statt. Um Unfallrisiken auszuschließen, erfolgte eine getrennte Zuwegung für Pkw und Personen ohne Fahrzeug zur Landungsplattform und von hier aus in die Fähre.
Die untere Ebene der Plattform war für die PKW reserviert, die diese über eine auf neun Pfeilern ruhende, geschweißte, etwa 200 m lange Autobrücke erreichten, die das Hochufer der Stadt Sassnitz mit dem Hafen direkt verband. Das obere Deck war den Reisenden ohne PKW vorbehalten, das separat über eine Fußgängerbrücke erreicht werden konnte.
PKW und Reisende gelangten von der Landungsplattform über eine PKW-Klappbrücke in der unteren Ebene und dem Landgang in der oberen Ebene seitlich in das Schiff. Parallel zum Umbau der Fähranlagen wurden 1958 das schwedische Großfährschiff Trelleborg und 1959 das deutsche Großfährschiff Sassnitz mit einem viergleisigen Eisenbahndeck sowie einem gesonderten PKW-Deck in Dienst gestellt.
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Der Zusammenbruch des Ostblocks und die zunehmende Verlagerung des Güterverkehrs auf die Straße hatten erhebliche Auswirkungen für den Fährhafen in Sassnitz. 1998 wurde der Linienverkehr Sassnitz–Trelleborg zum benachbarten Fährhafen Sassnitz-Mukran verlagert, der 1986 eröffnet worden war. Damit war der internationale Schiffsverkehr im Sassnitzer Stadthafen beendet. Quelle











