RIDDAGSHÄUSER TEICHE und drumrum – 15. Mai 2026

Auch bei den Haubentauchern und den Staren gibt es Nachwuchs.

Der größte und wohl bekannteste unserer heimischen Lappentaucher ist der Haubentaucher. Mit dem langen Hals und der aufgestellten Haube ist er eine elegante Erscheinung auf unseren Gewässern. Da er ungeniert auf der offenen Wasserfläche herumschwimmt und nicht sonderlich scheu ist, können wir ihn oft und gut beobachten. Haubentaucher bleiben immer öfter das ganze Jahr über hier. NABU

Wie bei der Balz übernehmen auch bei Nestbau, Bebrütung der Eier, Aufzucht der Jungen und Verteidigung des Nestterritoriums beide Partner Verantwortung. Das Nest wird aus Schilfhalmen, kleinen Ästen und Wasserpflanzen geformt, die Nestmulde mit verrottendem Pflanzenmaterial und Algen ausgekleidet. Es wird schwimmend im Schilfgürtel, in vegetationsarmen Gewässern aber auch in überflutetem Gebüsch oder überhängenden Ästen verankert. Nach mehrwöchiger intensiver Balz und Fertigstellung des Nestes erfolgt auf dem Nest die Begattung. Das Weibchen legt Anfang bis Mitte April drei bis vier, manchmal bis zu sieben blass-weiße Eier. Bei der Bebrütung wechseln sich Weibchen und Männchen regelmäßig im Rhythmus von einer halben bis zu zwei Stunden ab; bei Verlassen des Nestes zur Brutablösung oder bei Störungen wird das Gelege zur Tarnung mit Pflanzenmaterial bedeckt. Nach durchschnittlich 30 Tagen schlüpfen die Jungvögel.

Junge Haubentaucher können vom ersten Tag an schwimmen und tauchen, werden aber vor allem in den ersten drei Wochen nach der Geburt zum Schutz vor Feinden im Rückengefieder der Eltern transportiert. Die Jungen werden in den ersten sechs Wochen intensiv gefüttert, auch hierbei wechseln sich die Eltern wieder regelmäßig ab. Mit zunehmendem Alter jagen die Jungvögel häufiger selbständig, bleiben dabei aber noch in der Nähe der Eltern. NABU

Stare sind allseits bekannte Brutvögel in Deutschland. Auffällig sind vor allem die großen Schwärme, in denen sie sich außerhalb der Brutzeit zusammenfinden und spektakuläre Formationsflüge vollführen. Ihr Gefieder ist überwiegend dunkel und schimmert gerade im Frühjahr grünlich, violett und bronzefarben. Im Schlichtkleid sind Stare mit weißen Flecken übersät. Auf den ersten Blick kann man sie mit Amseln verwechseln, die jedoch einen längeren Schwanz und andere Körperproportionen haben. NABU

Manche Stare sind monogam, andere wechseln dagegen ihre Partner. Die meisten brüten zweimal im Jahr, vor allem wenn die erste Brut nicht erfolgreich war. Stare sind gesellig und tippeln gerne gemeinsam über Wiesen, wo sie Regenwürmer und Bodeninsekten suchen.

Wohngebäude oder Stallungen bieten Staren beliebte Brutplätze, so etwa unter den Dachgauben. Selbst Laternen sind als Herberge für die Nester gefragt, wenn sie denn ausreichend große Hohlräume besitzen. Auch Nistkästen bezieht unser Gesangstalent sehr gern, sofern das Einflugloch passt. Hat das Starenmännchen den geeigneten Nistplatz gefunden, füllt er die Höhle mit grobem Nistmaterial wie trockenen Blättern, Halmen oder Wurzelresten. Mit gesträubtem Gefieder und leicht abgespreizten Flügeln sitzt unser Jahresvogel dann oft direkt vor dem Loch und macht mit charakteristischen Lauten seinem Namen alle Ehre.

Ist die Höhle vom Weibchen akzeptiert worden, baut sie das neue Heim weiter mit feinerem Pflanzenmaterial aus. Eingewebte Kräuter im Nest sorgen mit ihren ätherischen Ölen dafür, dass der Bakterien- und Milbenbefall verringert und die Kondition der Jungen verbessert wird. NABU

Und dann waren da noch die Tauchente und der Buntspecht:

Die Tauchenten (Aythyini) sind eine Tribus der Entenvögel (Anatidae). Sie sind vor allem in Süßwasserhabitaten der Nordhalbkugel verbreitet und erreichen ihre Nahrung im Unterschied zu den gründelnden Schwimmenten, indem sie zum Gewässergrund tauchen.

Die Tauchenten suchen ihre Nahrung beim Tauchen oder beim Schwimmen unter Wasser. Deshalb ist ihr Körper gedrungener und der Hals kürzer als bei den Schwimmenten. Tauchenten haben zur Erleichterung beim Tauchen einen geringen Auftrieb und liegen deshalb auch recht tief im Wasser. Auch setzen ihre großen Füße weit hinten am Körper an. Das Abfliegen aus dem Wasser fällt den Tauchenten relativ schwer, weshalb sie einen entsprechenden Anlauf nehmen müssen. Trotzdem sind sie sehr gute Flieger. WIKI

Übersetzt man seinen wissenschaftlichen Namen, so müsste der Buntspecht eigentlich „großer Baumhämmerer“ heißen. Und das nicht zu unrecht: Sein schnelles Trommeln ist meist über weite Strecken zu hören. Er ist größer als der Klein- oder der Mittelspecht, seine schwarz-weiß-roten „kleinen Brüder“. Der Buntspecht ist in deutschen Wäldern flächendeckend verbreitet, und gibt es einen Park mit ein paar älteren Bäumen, findet man ihn auch in der Großstadt. NABU

Dieser Eintrag wurde in Wandern veröffentlicht.

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